Thessaloniki CityWalk: Stadtmauer und römische Sehenswürdigkeiten

Thessaloniki war schon immer eine wichtige Handelsmetropole zwischen Abendland und dem Morgenland und zwar nicht nur, weil es sozusagen auf halber Strecke liegt und sich daher gut für einen Stopp eignet (übrigens auch heute noch), sondern auch, weil es mit seiner Bucht einen vor größeren Unwettern geschützten Hafen bietet, der sich auch noch gut verteidigen lässt.
Um feindliche Angriffe rechtzeitig zu erkennen und erfolgreich abzuwehren, errichteten schon die Römer ganz oben auf dem höchsten Punkt der Stadt eine Wehranlage (>die Burganlage Heptapyrgion)  von wo aus man die komplette Bucht überblicken kann und eine imposante Stadtmauer mit Wehrtürmen, die sich wie ein Ring um die ganze Stadt legt: Vom weißen Turm direkt unten am Meer zieht sie sich bis hoch in die Oberstadt und in einem großen Bogen auf der anderen Seite der Stadt wieder bis runter zum Meer.


Es gibt drei Möglichkeiten, diese alte Stadtmauer zu Fuß zu erkunden:

(Hinweise zu Parkplätzen, Bussen und Taxis findet Ihr unter > Infos, Tipps & Nützliches)


1. Ihr parkt unten am Meer und lauft die komplette Mauer ab - Das ist aber nur was für sportliche Menschen, denn der Weg bis hoch zur Burg und wieder runter zieht sich ganz schön!
2. Ihr parkt unten am Meer, fahrt entweder mit Bus oder Taxi bis hoch zur Burg und lauft dann entweder die westliche oder die östliche Mauer wieder runter.
3. Ihr parkt in der Oberstadt, lauft runter und lasst Euch mit Bus oder Taxi wieder hoch fahren.

 

Heute zeige ich Euch den Teil der Stadtmauer, der sich im Westen von der Oberstadt bis zum Meer zieht. Hier lauft Ihr einen breiten Streifen mit römischen Ausgrabungen und gut erhaltenen Sehenswürdigkeiten entlang, durch lebendige Fußgängerzonen und vorbei an netten Parkanlagen und schönen historischen Gebäuden. Freut Euch auf einen schönen Tag!

 

Frühstücken
Los geht es in der Oberstadt (Ihr könnt natürlich auch alles in umgekehrter Reihenfolge machen) mit einem tollen Frühstück im Acosta Flavours Factory oder wenn Ihr von unten nach oben lauft im Poco Loco, 10 Gehminuten vom weißen Turm entfernt.

Trigoniou / Trigonenturm

Von hier aus lauft Ihr um die Ecke zum Trigonenturm, von dem Ihr einen wunderbaren Blick über die Stadt habt. Wenn Ihr genau hinguckt, könnt Ihr auch schon Eure Route erkennen - eine grade Linie, auf der gut sichtbar die beiden Türme, die Rotunde des Galerius und ganz unten am Meer der weiße Turm liegen. Hier ist übrigens auch der beste Platz, um den Sonnenuntergang über der Bucht zu geniessen. Guckt doch auch mal hier: >Herrliche Aussichten

Abstecher in die Ano Poli

Unterhalb des Trigonenturms geht Ihr eine Treppe runter und biegt dann auf die Akropoleos in die Altstadtgassen der Ano Poli ab.

Ein paar Meter weiter geht es links wieder eine Treppe runter und Ihr lauft jetzt einfach weiter durch die Gassen. 

Wenn Ihr die nette kleine Kirche Hagios Nikolaos Orfanos noch mitnehmen wollt, müsst Ihr die Irodotou entlanglaufen, denn da ist der Eingang. Dieses Kirchlein ist ein Muss, wenn Ihr das Buch "Eine Geschichte von Liebe und Feuer" von Victoria Hislop gelesen habt, das im historischen Thessaloniki spielt. Die Kirche ist allerdings leider nur Montags und Donnerstags vormittags geöffnet!

Stadtmauer

Ihr lauft weiter bis zur Dinarchou, wo Ihr Euch links haltet, um wieder auf die andere Seite der Stadtmauer zu kommen.
Jetzt lauft Ihr einfach parallel zur Elenis Zografou rechts den Berg weiter runter.

Friedhof Evangelistria

Wenn Ihr Zeit und Lust habt, macht Ihr noch einen Abstecher auf den Friedhof Evangelistria, der seinen Eingang an der großen Hauptstraße Agiou Dimitriou hat. Ich finde, der kleine Abstecher lohnt sich auf jeden Fall und wenn Ihr vorher meinen Artikel >Totenkult in Griechenland gelesen habt, dann seht Ihr die Gräber noch mal mit ganz anderen Augen!

Rotunde des Galerius und Galeriusbogen

Weiter geht es zur Rotunde des Galerius und kurz dahinter zum Galeriusbogen.

Direkt hinter dem Galeriusbogen steht die große imposante Kirche Panagia Dexia. Was mich an dieser Kirche jedesmal fasziniert, ist wie die Hochhäuser ringsherum eng auf eng in Tuchfühlung direkt an die Kirche gebaut wurden. Es lohnt sich auf jeden Fall, einmal komplett um die Kirche herum zu gehen.

Und wenn Ihr noch Lust auf eine andere nette kleine Kirche habt, dann lauft doch auch noch die paar Meter zur Kirche des Agiou Pandeleimon.

Falls Ihr schon wieder Kaffeedurst habt oder einfach eine kleine Pause machen wollt, macht doch noch einen Abstecher in das gemütliche Studentencafe Diethnes.

Fußgängerzone & Galeriuspalast

Hinter der Egnatia, die Ihr überquert, wenn Ihr weiter gradeaus geht, wird die Dimitriou Gounari zu einer sehr schönen Fußgängerzone mit StreetArt und vielen schönen Geschäften. Die 6-stöckigen Hochhäuser hier sind im Gegensatz zu anderen Wohnblocks bunt gestrichen und haben einen gewissen Charme - hier bummelt man gerne durch die Stadt.

Auf Eurem Weg weiter Richtung Meer kommt Ihr an einer römischen Ausgrabung vorbei, dem Galeriuspalast

Geht einmal drumherum, denn auf der anderen Seite steht Ihr auf dem Navarinou Platz, wo Ihr wieder viele Lokale findet (einer der abendlichen hotspots zum Ausgehen) unter Anderem die Enoxes Bar mit einem der schönsten Ambiente in Thessaloniki. Hier könnt Euch auch noch mal nett hinsetzen und dem Treiben auf dem Platz zugucken.

Weißer Turm

Südlich der Tsimski, die Ihr kreuzt, ist die Fußgängerzone leider schon wieder zu Ende, aber jetzt seid Ihr auf fast schon am Meer.
Die letzte Sehenswürdigkeit, die Euch hier erwartet ist der Weiße Turm, dem Wahrzeichen von Thessaloniki, den Ihr täglich von 8.30 bis 15.30 besichtigen könnt.

Vom Weißen Turm aus könnt Ihr im Osten noch ein bisschen über die Promenade bummeln (z.B. zu den Umbrellas)

...oder Ihr geht Richtung Westen am Meer entlang (leider an einer Hauptverkehrsstrasse), wo Ihr viele Restaurants und Cafes findet (>Infos, Tipps & Nützliches).

Viel Spaß! Ich wünsche Euch einen schönen Tag in Thessaloniki!

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