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Strände Strände - Von Thessaloniki nach Chalkidiki

Unsere Strände

Heute möchte ich Euch unsere Strände vorstellen. Wir leben ja nicht direkt in Thessaloniki, sondern fast ganz am unteren Ende der Bucht, sodass wir es weit bis in die Innenstadt, aber nah zu den Stränden haben.

Pereia / Neo Epivates

(Περαία / Νέοι Επιβάτες)

Der nächstgelegene Strand von Thessaloniki aus gehört zum Ort Pereia. Dort gibt es eine Promenade mit vielen vielen Lokalen für jeden Geschmack - von der Hardrock-Kneipe, über die gemütliche Strandbude und über die Juppie-Bar bis hin zur griechischen Taverne. Auch dieser Strand ist natürlich vollgestellt, aber die Restaurantbesitzer bemühen sich um Individualität und es lohnt sich, die verschiedenen Restaurants durch zu probieren.

Meine Lieblings-Coctailbar hier ist das "Dolphin" und zum Frühstücken geht man am besten ins "Abuelos".

 

Zwischen Neo Epivates und dem nächsten Ort Agia Triada liegt an der Küste ein verlassener Campingplatz, der das zu Hause einiger Straßenhunde ist. Wer dort spazieren gehen möchte und Angst vor Hunden hat, der nimmt sich einfach einen Stock vom Wegesrand und führt ihn beim Spazieren mit sich. Die griechischen Hunde halten sich alle von Fußgängern mit Stock fern!

Agia Triada (Αγια Τριάδα)

Der Hausstrand unseres Dorfes Agia Triada ist von unserem Haus aus in zwei Minuten mit dem Auto oder in fünfzehn Minuten zu Fuß zu erreichen.

Erster Eindruck: Schöne kleine Promenade mit ca.15 Lokalen. Nix Schickes, aber nett gemacht. Der Strand ist ca. 5m breit und nicht so ein Badestrand wie im Süden von Chalkidiki, sondern kombinierter Bade-Ess-Strand: Auf wirklich jedem Zentimeter stehen Tische, Stühle und Sonnenliegen. Die äußersten Tische/Liegen stehen sogar mit den Füßen im Wasser! Das hat aber den Vorteil, dass man wirklich schön mit den Füssen im Sand sitzt, was für uns immer das ultimative Urlaubsfeeling bedeutet!

Auf jeden Fall hatten wir schon einige wunderschöne Abende am Meer mit leckeren kleinen griechischen Spazialitäten und kurzweiligen Würfelspielen und man kann sich aussuchen, ob man links den Blick auf den wunderbaren Sonnenuntergang oder rechts den Blick auf die funkelnde Lichterkette der Stadt genießen möchte - was will man mehr!

Anja's Beach (Παραλία Άννγια)

Bei einer Radtour mit einer Freundin in Richtung Landspitze haben wir zufällig einen sehr netten kleinen Strand gefunden, den wirklich nur Einheimische kennen. Er ist auf keiner Karte verzeichnet und steht auch in keinem Reiseführer, also haben wir ihn kurzerhand "Παραλία Άννγια" (Anjas Strand) getauft. Da er sehr sehr schmal ist und direkt an einer Steilküste liegt, können sich dort auch keine Restaurants oder Bars ansiedeln. Dafür hat man aber bis zum späten Mittag natürlichen Schatten durch die Klippe.

Die Koordinaten liefere ich Euch noch nach, wenn ich das nächste Mal da bin!

Riviera Virgin Beach, Agelochori

(Αγγελοχώρι)

Mein absoluter Lieblingsstrand ist der Riviera Viegin Beach. Auch dieser Strand ist nirgendwo erwähnt und ich habe ihn gefunden, indem ich in google maps die Satellitenansicht eingeschaltet habe und die Küste abgesucht habe, ob es irgendwo noch etwas Spannendes zu entdecken gibt... und es gibt!

Der Weg dort hin dauert zwar von uns aus nur 15 Minuten, führt aber zur Hälte über so unbefestigte Straßen, dass man als Uneingeweihter garantiert auf halber Strecke kehrt macht, weil man davon ausgeht, dass man irgendwo falsch abgebogen ist. Aus diesem Grund ist der Strand auch bei den Einheimischen hier so gut wie unbekannt und entsprechend leer.

Er liegt auf einem Landzipfel am südlichsten Ende der Bucht von Thessaloniki mit Blick auf den Olymp an der gegenüberliegenden Küste.

Die einzige Bar ist wunderschön gestaltet, spielt die ganze Zeit schöne chillige Musik und das Essen ist klein aber fein. Ein fantastischer Ort, um den Tag ausklingen zu lassen und einen herrlichen Sonnenuntergang über dem Meer zu genießen!

Und: In der Lagune nebenan gibt es übrigens... FLAMINGOS!!!

NoNameBeach / Nea Michaniona

Wenn man in Nea Michaniona sitzt, guckt man auf eine hohe grüne Klippe und wir hatten schon lange mal vor, herauszufinden, ob man da auch spazieren gehen kann...

Also fahren wir heute mal mit dem Auto zu dieser Klippe bis ans Ende einer Sackgasse und sind sehr erstaunt, was uns da erwartet:  Eine steile enge Betontreppe führt nach unten in Richtung Meer und wir finden mal wieder einen No-Name-Strand! Versteckt an einer steilen Klippe liegt dieser kleine Strand, der vielleicht 500 Meter misst, auf keiner Karte eingezeichnet ist und etwas absolut Verwunschenes hat... Ich fühle mich wie in einem versteckten Schmuggler-Nest, denn überall finde ich die unterschiedlichsten Schätze:

Eine große eiserne Treppe, die wohl mal die Klippe hinauf geführt hat, hängt abgebrochen gegen die Felsen gelehnt... und überall findet man schöne verrostete Metallteile... Stücke eines steinernen Geländers, dessen Reste man noch oben auf der Klippe sieht, werden von den Wellen umspült und wie ein Wal liegt ein riesiger von Sonne und Meer gebleichter Baumstamm quer über den Strand... Und dann entdecken wir... Unfassbar große Muscheln! Hammer!!! So was habe ich noch nicht gesehen! Ich bin völlig begeistert und so wird die halbe Stunde, die wir uns hier aufhalten zum Highlight meines Tages...

Potamos Beach (Παραλία Ποτάμος)

Der Vollständigkeit halber erwähne ich hier auch noch den bei den Griechen überaus beliebten und hoch frequentierten Potamos Beach bei Epanomi, wo sich eine Strandbar an die nächste reiht.... seht einfach selbst!

Shipswreck Beach, Epanomi

 

Außerdem gibt es noch den "shipswreck Beach", der auch eigentlich anders heißt. Auch er liegt an einer Landspitze in unmittelbarer Nähe des Potamos Beach und ist nur über diesen zuerreichen. Man fährt einfach zum Potamos Beach und biegt dort angekommen rechts in die Dünen ab - aber nur, wenn der Weg trocken ist! Er ist nämlich wie üblich nicht befestigt...

 

Man hoppelt dann zehn Minuten an der Küste entlang durch eine Dünenlandschaft mit heftigsten Bodenwellen und Wasserlöchern, bei denen man an manchen Stellen sehr überlegt, ob man wirklich weiter fahren möchte - wem das zu gruselug ist, der parkt am Patamos Beach und läuft eine halbe Stunde... Aber es lohnt sich sehr, denn am Ende liegt vor der Küste das versunkenene Wrack eines Schiffes, das ursprünglich mal Mutterboden in diesen unwirtlichen Teil der Landschaft transportieren sollte und dann dummerweise der Küste zu nahe kam...

Man kann auf der rechten Seite auf das Wrack klettern und drumherum schnorcheln... Das Wasser ist hier sehr sehr klar und hat je nach Sonnenstand diese schönen verschiedenen Blau- und Grün-Karibik-Schattierungen, die wir so lieben. Außerdem ist es von der Küste her sehr seicht und man kann sehr weit ins Meer hinein gehen. Wie überall begegnen einem dabei kleine Fischschwärme und ganz Mutige tauchen sogar im Wrack herum.

Kallikratia (Νέα Καλλικράτεια)

Noch weiter im Süden die Küste entlang liegt der Ort Kallikratia, ein Küstenort mit großzügiger Strandpromenade und guter Infrastruktur.

Wir haben ein Auto im Ort geparkt und ein Auto weiter oben an der Küste und sind dann ganz gemütlich zwei Stunden lang den Strand entlang Richting Norden marschiert, wo ein wunderwunderschönes Restaurant auf uns wartete:

Das Athos (Αθος), das zum Glück ganzjährig geöffent hat (weshalb man am Wochenende unbedingt reservieren sollte!).

Man sitzt auf urigen Holzstühlen unter einem Reetdach im Wintergarten oder auf der Terrasse direkt am Strand. Das Essen ist hervorragend und man genießt den Blick auf das imposante Gebirge des Olymp an der gegenüberliegende Küste... Herrlich!

Übrigens

Da die Gegend hier vom griechischen Tagestourismus lebt und nicht wie auf Chalkidiki noch von den Herbstferien der Deutschen profitiert, haben fast alle Strandbars seit Ende September die Sonnenliegen weg geräumt und an vielen Stränden haben die Bars auch ganz zu gemacht, obwohl wir immer noch 25 Grad, strahlend blauen Himmel und eine Wassertemperatur von 23 Grad haben. Aber für die Griechen ist eben schon Herbst und die Saison vorbei und nur die ganz Dickköpfigen lassen sich vom Kalender nicht abhalten, ihr Lokal geöffnet zu lassen, so lange es noch so schön warm ist... Wir freuen uns jedenfalls darüber, denn die Saison startet erst wieder im Mai...

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