· 

Die "European Citizen Card" oder Auto anmelden in Griechenland (1)

Eigentlich wollte ich hier ja genau wie in Deutschland alle Wege mit meinem e-bike machen. Aber leider gibt es hier nur eine einzige Straße, die von Ost nach West (das heißt von unserem Ort in Richting Thessaloniki) führt und außerhalb der Ortschaften keinerlei parallele Nebenstraßen hat. Es gibt lediglich hunderte von Seitenstraßen, die auch noch zusätzlich auf diese Hauptstraße münden. Entsprechend ist sie sehr viel befahren und wird in ihrem Verlauf von einer 1-2-spurigen Straße schließlich zu einer 3-4-spurigen Straße (den größten Teil der Strecke gibt es keine Mittelstreifen oder Fahrbahnbegrenzungen), auf der alle kreuz und quer wie der Teufel fahren, um möglichst schnell zu ihrer Arbeit oder sonst wohin zu kommen. Sobald man durch die beiden Dörfer Agia Triada und Pereia durch ist gibt es auch keine Bürgersteige mehr, Fahradwege sind hier sowieso unbekannt und einen nennenswerten Seitenstreifen gibt es auch nicht, denn wo dieser vorhanden ist, wird er als zusätzliche Fahrspur genutzt.

Auch ich muss diese Straße natürlich benutzen wenn ich Einkaufen will, mich zum Griechisch-Sprachkurs in Thessaloniki anmelde oder mich mit anderen Lehrer-Ehefrauen treffen möchte, die alle in der Nähe der Schule wohnen. Also habe ich inzwischen beschlossen, mein e-bike nicht, wie in Deutschland, als Autoersatz zu  nutzen, sondern nur noch für die Freizeit: Wir haben zum Beispiel den Plan, damit im Urlaub auf den Inseln herum zu fahren.

 

Damit ich also nicht hier am Ende der Bucht völlig abgeschnitten bin, haben wir mir letzte Woche ein Auto gekauft! Einen netten kleinen Polo, den ein Freund unseres griechischen Freundes Kostas verkaufen wollte. Das Auto ist sehr geliebt und sehr gepflegt worden und so waren wir uns mit dem Verkäufer Jorgo schnell einig. Jetzt kann ich mich hier endlich auch freier bewegen und muss nicht jedesmal bis 16.00 Uhr auf Lutz warten, wenn ich mal irgendwo hin möchte... Jippie!

Also flugs das Geld überwiesen und mit Jorgo vereinbart, dass wir uns am Mittwoch morgen vor der Schule treffen, und zusammen zum Straßenverkehrsamt gehen, um das Auto umzumelden - da muss Lutz nämlich erst um 12:00 zur Schule. Jorgo hat netterweise angeboten, mitzukommen weil wir ja kein Griechisch sprechen und wie sich noch rausstellen sollte war das war die beste Entscheidung überhaupt...

Am Abend vorher rief Kostas noch mal an, der extra für uns beim Bürgeramt gewesen war, um sich zu erkundigen, was man für so eine Ummeldung denn alles an Unterlagen braucht und erzählte uns, dass es nicht reicht, zum Straßenverkehrsamt zu gehen, sondern man vorher noch zum Bürgeramt muss, um auf einem vorgefertigten Formular den Kaufvertrag auszufüllen und im Beisein des Beamten von diesem abstempeln zu lassen - Danke Kostas!!!

 

Kostas hat mir nebenbei übrigens von einem netten Sketch über das griechische Bürokratentum erzählt den jeder Grieche kennt und den ich Euch nicht vorenthalten möchte: Ein berühmter griechischer Kabarettist kommt mit einer Schubkarre voll mit Blättern auf die Bühne und rollt damit zu einem Schalter, an dem ein griechischer Beamter sitzt. Er möchte einen Antrag stellen und als der Schalterbeamte ihm sagt, er benötige dazu ein bestimmtes Formular, dreht der Mann sich zu seiner Schubkarre um, sucht einen Moment, zieht schweigend ein Blatt heraus und reicht es triumphierend an den Beamten weiter... Der Beamte guckt erstaunt, nimmt das Blatt, prüft es und wendet sich überheblich lächelnd wieder an den Mann. Nun brauche er aber noch ein anderes ganz bestimmtes Dokument!... Der Mann dreht sich wieder zu seiner Schubkarre um, sucht einen Moment, zieht wieder schweigend ein Dokument heraus und reicht es triumphierend dem Beamten... Der Beamte guckt inzwischen mürrisch, nimmt das Dokument, prüft es und wendet sich überheblich lächelnd wieder an den Mann... ... ... Nachdem der Beamte vier unwahrscheinliche Dokumente und Formulare gefordert hat, legt der Mann auch das letzte Dokument vor den Beamten hin und sagt nun siegesgewiß: "So und was brauche ich jetzt noch?!" Der Beamte lächelt milde: "Nichts mehr, alles da! ... ... ... Aber haben Sie mal auf die Uhr geguckt? Es ist 13:00 Uhr und ich habe jetzt Feierabend! Kommen Sie morgen wieder!" ...

 

Nach dem Telefonat mit Kostas habe ich also vorsichtshalber noch mal Jorgo kontaktiert und darum gebeten, dass wir uns doch noch früher treffen, als geplant; immerhin müssen wir ja nun zu zwei Ämtern!... Kein Problem! Sehr nett!

Heute morgen um 8:00 stehen wir also alle schön vor der Schule und sind guter Dinge: Heute sollte mein nettes kleines Auto seinen Besitzer wechseln! Also:

 

8:00 Auf zum Bürgeramt!

Jorgo ist gut gelaunt und meint optimistisch: Das schaffen wir ganz locker - ich tippe mal, dass wir in 1 1/2 Stunden fertig sind!...

Das Bürgeramt ist mitten in einem kleinen Vorort von Thessaloniki, 10 Minuten von der Schule entfernt. Hereinspaziert und Jorgo spricht mit dem ersten Schalterbeamten, kommt mit einigen Formularen zurück und gemeinsam mit Lutz wird alles ausgefüllt. Dann das erste Problem: Der Wagen ist auf Jorgo Vater zugelassen und Jorgo hat zwar eine Vollmacht des Vaters dabei, die ihm erlaubt, den Wagen in seinem Namen zu verkaufen, aber keine Vollmacht, die ihm erlaubt, in seinem Namen einen Kaufvertrag für den Wagen zu unterschreiben!... häh?! Na gut, das muss man vielleicht nicht verstehen; macht auch nichts - Jorgo spricht sehr intensiv mit dem Schalterbeamten und meint dann, die Unterschrift seines Vaters könne man auch nachreichen... Also:

 

9:00 Auf zum Strassenverkehrsamt!

Hier sieht es schon deutlch voller aus, als im Bürgeramt: Es gibt mehrere Schalter, die den Bürobereich mit Glaswänden vom Wartebereich trennen. Jorgo stört sich gar nicht erst an der langen Schlange vor dem ersten Schalter, sondern öffent einfach die erste Bürotür, läuft in das Büro und spricht den erstbesten Beamten an, der da an seinem Schreibtisch sitzt. Wieder raus erklärt er uns, dass wir einen Schalter weiter müssen, wo netterweise keine Schlange steht, aber leider auch kein Mitarbeiter hinter dem Schalter sitzt, weil man hier Nummern zieht und wartet, bis diese auf einem Display angezeigt werden (was alle, die nach uns kommen auch machen). Lutz und ich ziehen brav eine Nummer, was Jorgo gar nicht erst bemerkt, sondern... das gleiche Spiel wie vorhin: Bürotür auf, die Dame am nächstgelegenen Schreibtisch ansprechen.. Aha: draußen vor dem Schalter liegt ein Formular, das wir ausfüllen müssen! Jorgo liest sich alle Formulare durch, die da liegen... geht wieder ins Büro, spricht wieder die Dame an und beide kommen zusammen heraus, um festzustellen, dass das Formular, das wir brauchen leider nicht hier liegt, sondern das entsprechende Fach leer ist. Die Dame geht zurück ins Büro und kommt mit einem Blatt wieder heraus, das sie Jorgo reicht - die Formulare für die nächsten Kunden wieder auffüllen? Nö, warum das denn?... 

Ich bin sehr fasziniert!... Dann wieder gemeinsames Formulare-Ausfüllen von Lutz und Jorgo... Spätestens in diesem Moment schicke ich die erste Welle allergrößter Dankbarkeit in Richtung Jorgo! Ohne ihn wären wir jetzte schon am Rande des Wahnsinns! So und jetzt - der brave ordnungsliebende deutsche Bürger in mir meldet sich wieder - Eine Nummer ziehen? ... Hahah, nein! Natürlich nicht! Ab ins Büro! Mit Lutz im Schlepptau... Ich sitze in der Zeit weiter brav auf meinem Stuhl im Wartebereich und beobachte... 30 Sekunden später stehen die beiden wieder vor mir! Sie müssen natürlich zuerst an einem großen gelben Automaten der im Flur steht, die Gebühr von 168€ bezahlen! Und dann jetzt endlich eine Numm...? Schwupps, ist Jorgo wieder mit Lutz im Büro und jetzt arbeiten die beiden sich von Schreibtisch zu Schreibtisch, bis sie bei dem Mann in der Mitte des Raumes landen. Und dann wird wild diskutiert!... Fünf Minuten später stehen beide wieder vor mir - diesmal sehr verärgert: Wir haben jetzt alle Unterlagen zusammen, die ein GRIECHE für die Ummeldung brauchen würde. Aber nicht alle Unterlagen, die ein DEUTSCHER braucht - ein Deutscher muss nämlich noch zusätzlich eine "European Citizen Card" vorlegen! Noch nie gehört? Wir auch nicht! Und Jorgo auch nicht! Und Kostas auch nicht! Und die Beamten da im Büro ehrlich gesagt auch nicht! Denn auf Jorgo Frage, wo wir denn diese Karte bekommen, hat der recht unfreundliche Herr am mittleren Schreibtisch ihm ganz in Ruhe erklärt, das wüßte er auch nicht! ... ... ... Jorgo hat es natürlich trotzdem geschafft, dass eine Dame in einem anderen Büro für ihn rum telefoniert hat - sagenhaft der Kerl! - und diese ihm dann mitteilen konnte, dass wir nach Thessaloniki in die Innenstadt müssen: Zum Straßenpolizei-Hauptrevier. Nur da kann man die Karte bekommen. Also:

 

10:30 Auf zum Polizeirevier!

Inzwischen ist auch Jorgo klar, dass es mit der Zeit knapp wird - es bleiben noch 1 1/2 Stunden, bevor Lutz vor seiner Klasse stehen muss und in die Innenstadt ist es eine knappe halbe Stunde... Er versucht also, über Schleichwege die Zeit zu verkürzen, aber es wird alles trotzdem immer knapper. Am Polizeirevier angekommen wird uns außerdem sehr schnell klar, dass das Parken hier ein echtes Problem wird! Keinerlei Parkplätze, auch nachdem wir zwei Mal um den Block gefahren sind... Zögerlich überlege ich, dass ich ja auch im Auto sitzen bleiben kann... und sehe uns dabei irgendwo in einer Einfahrt oder im Parkverbot stehen... Aber dann kann ich ja notfalls weg fahren... um dann hier mitten im größten Verkehrschaos mitten in der Innenstadt herum zu irren?! ... Trotzdem, die Zeit läuft uns weg!... Also gut: "Ich kann ja auch im Auto sitzen bleiben!" "Wirklich? super!" Jorgo fährt genau vor den Haupteingang des Polizeireviers, dann noch 20 m weiter, bleibt auf der rechten Spur stehen, macht den Warnblinker an und steigt aus... ... ... Hiiier???!!! Wirklich?! Hiiier???!!!...

Ok, da vor uns steht noch Jemand auf der rechten Spur mit Warnblinker... Na guuut... Bevor ich tatsächlich zustimmen kann, sind die beiden sowioeso schon weg und ich ergebe mich meinem Schicksal und setze mich brav hinters Steuer, bete dass mein Vordermann auch schön da stehen bleibt und dass die Busse die da hinter mir auf der dreispurigen Straße angerauscht kommen es noch rechtzeitig merken, dass ich hier parke... Außerdem rechne fest damit, dass jeden Moment ein erboster Polizeibeamter an mein Fenster klopft... schließlich parken wir unmittelbar vor dem Haupteingang des Hauptpolizeireviers von Thessaloniki einen kompletten Fahrstreifen zu!... Nach fünf Minuten legt sich meine Nervosität so langsam: Mein Vordermann ist zwar weggefahren, aber dafür haben sich hinter mir noch zwei weitere Autos und vor mir ein Mofa eingereiht, die ebenfalls keinen Parkplatz gefunden haben... Erinnert mich sogar irgendwie an meine geliebte Heimatstadt Köln, wo eine von zwei Spuren immer zum Halten und Kurzparken genutzt wird und das auch keinen stört... Ich entspanne mich nun mehr und mehr und lese ein bisschen... und nach einer halben Stunde sind Lutz und Jorgo auch schon wieder da... und Jorgo platzt fast vor Ärger: Sie haben tatsächlich relativ schnell die Abteilung gefunden, die für sie zuständig ist. Und in dieser Abteilung gibt es tatsächlich sieben Beamte, die alle in der Lage sind, eine European Citizenship Card auszustellen, wobei sechs von ihnen nichts zu tun hatten und gelangweilt an ihren Schreibtischen herum sitzen. Auf Jorgo Nachfrage stellte sich heraus, dass die Beamten für bestimmte Bezirke zuständig sind und der Beamte für Agia Triada leider der Einzige ist, der nicht an seinem Platz ist ... denn er ist gerade ... ... ... Joghurt kaufen! ... ... ... während der Arbeitszeit... na gut... also Warten... Als der fleißige Beamte dann endlich zurückkommt, kann er aber für Lutz und Jorgo leider nichts tun, weil man zur Beantragung der Karte zwei Passfotos und noch eine ganze Schubkarre voller Dokumente braucht! Heiratsurkunde...Steuerbescheiningung ... ... ... ... ... Das hätte ihnen die freundliche Dame aus dem Straßenverkehrsamt nicht auch direkt sagen können oder die netten sechs Kollegen, die alle nichts zu tun hatten??? Sodass wir uns den Weg hierhin und die Hetzerei und Warterei hätten sparen können? ... ... ... ... ... ...  Also:

 

11:15 Im Eiltempo zurück zum Bürgeramt in den Vorort, wo unser Auto steht und sich von Jorgo verabschieden (Danke! Danke! Danke! Danke Jorgo!) und von da aus Lutz zur Schule bringen.

 

11:55 Gerade noch rechtzeitig! Puh! Was für ein Morgen! ...

Wie es jetzt weiter geht?

Lutz muss jetzt irgendwann vormittags (er hat nur Mittwochs vormittags frei) zwischen 8 und 12 (nachmittags haben sie nicht geöffnet) noch mal in die Innenstadt zur Polizeiwache (von unserem Vorort aus 45-60 Minuten) und dort diese Card beantragen und zwei Tage später noch mal dahin, um sie abzuholen. Natürlich kann er nicht alleine da hin fahren, denn man kann ja nirgendwo parken... Kölle alaaf!!!...

Das war zumindest heute Mittag unser Wissenstand.

Zum Glück gibt es aber in der Schule eine Dame, die für den Behördenkram der deutschen Lehrer zuständig ist und als Lutz diese angesprochen hat, meinte sie:

"Na klar, die CitizenCard! Die muss ich sowieso noch mit Euch beantragen. Keine Sorge, darum kümmere ich mich!" Die gute Nachricht: Wir brauchen uns also nicht selbst darum zu kümmern! Die schlechte Nachricht: Keine Ahnung, wann genau die Karte beantragt werden wird...

 

Da das Auto uns offiziell ja noch nicht gehört und wir auch noch keine Versicherung dafür abgeschlossen haben, habe ich Jorgo gebeten, es noch mal mit nach Hause zu nehmen. Auf eine Woche mehr oder weniger kommt es jetzt auch nicht mehr an und Jorgo hat mehrfach betont, dass er mir das Auto überall hinbringt wo ich möchte und ich ihn auch nicht nach Hause bringen muss (und noch mal Danke Jorgo!).

Das machen wir dann so, wenn alles angemeldet ist. Ich habe mich also schön mit unserem Mercedes nach Hause geschleppt und nicht weiter über den Tag nachgedacht... Insgeheim hatte ich ja sowieso nicht daran geglaubt, dass heute alles beim ersten Mal klappen würde!

 

Ich habe inzwischen mal gegoogelt und herausgefunden, dass diese Card bei uns "Europäische Bürgerkarte" heißt. Aber außer dass es eine ID-Karte ist, die in Planung ist und sie digital z.B. das Mieten eines Autos oder den Besuch eines Zahnarztes in der ganzen EU erleichtern soll, gibt es keinerlei Informationen dazu. Da scheint Griechenland ja seine Nase ganz ganz vorne zu haben, um solche Transaktionen schnell und bequem ohne jegliche bürokratische Hürden in ganz Europa durchführen zu können!... Aber Pech gehabt: Die ECC hier überhaupt ZU BEKOMMEN ist leider erst mal mit vielen bürokratischen Hürden verbunden...

Wie heißt es so schön: Das Gegenteil von GUT ist GUT GEMEINT!

 

Als Kostas gestern abend anrief, um zu fragen, wie es gelaufen ist, habe ich ihm als erstes eine Fortsetzung für seinen Sketch vorgeschlagen: Nachdem der Mann mit seiner Schubkarre bei zwei verschiedenen Ämtern war und alle geforderten Papiere triumphierend vorgelegt hat, lächelt der Schalterbeamte höhnisch und sagt: "So, und JETZT habe ich eine Überraschung für Sie: Jetzt brauchen Sie noch ein Papier, das Sie gar nicht haben können, weil es das europaweit nämlich noch gar nicht gibt:

Eine "European Citizien Card"! Hahahahahaha!" ...

 

Übrigens:

Als Lutz unser Mofa umgemeldet hat, musste er sechs (!) Mal zum Polizeirevier am Flughafen.

Beim ersten Mal war er ohne das Mofa gekommen und die freundliche Beamtin informierte ihn darüber, dass er entweder mit dem Mofa selbst kommen oder die Fahrgestellnummer am Rahmen des Mofas abfotografieren müsse...

Beim zweitern Mal hatte er zwar die Fahrzeugnummer fotografiert, aber diesmal verlangte sie noch den Nachweis, dass das Mofa versichert sei (was sie ihm auf Nachfragen beim ersten Mal als unnötig geschildert hatte)...

Beim dritten Mal war er in den Ferien da und die beiden Beamten, die dort Dienst hatten, meinten sie hätten zu viel zu tun, er solle nächste Woche noch mal wieder kommen. Da die beiden aber reglos an ihren Schreibtischen saßen, kam das unserer Vermieterin, die zum Übersetzen mitgekommen war, irgendwie komisch vor. Sie ging drei Büros weiter und schilderte einer Freundin von ihr, die dort arbeitete die ganze Sache. Die lachte nur laut und meinte: Ihr habt Pech! Die Einzige, die die Formulare für die Ummeldungen ausfüllen kann, ist gerade in Urlaub und die beiden da vorne im Büro können das gar nicht! Kommt doch bitte nächste Woche wieder! Dann ist sie wieder da...

Beim vierten Mal erfuhr Lutz, dass die einzige fähige Beamtin auf der Polizeiwache zwar wieder aus dem Urlaub zurück sei, aber nur teilzeit arbeite und deshalb jetzt grade leider nicht da sei...

Beim fünften Mal war sie dann endlich an ihrem Arbeitsplatz und Lutz hatte alle nötigen Unterlagen dabei, aber... es war schon 15:15 Uhr und die Beamtin machte um 16:00 Uhr Feierabend (kommt Euch das bekannt vor?!)...

Beim sechsten Mal hat dann endlich alles geklappt!!!

 

Τοτε ειναι ολα ενταξει! 

Dann ist ja alles in Ordnung!

  

 

 

Dieser Artikel gehört zu einer Reihe! Du möchtest die ganze Reihe lesen? Klick hier!

 

 

 

Du möchtest noch mehr Geschichten aus Griechenland lesen? Klick hier!

Du möchtest alle meine Artikel lesen? Klick hier!