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Sighișoara / Schäßburg - Die Heimat Dracula's

Schäßburg / Sighisoara

Bei der Internet-Suche nach schönen Orten in Rumänien fällt mir Schäßburg sofort ins Auge: Es besteht aus einer netten runden Burganlage, in der ein kleines Städtchen liegt, dessen Kirche genau in der Mitte auf einen Hügel tront... Sehr sehr hübsch!

Und genau das erwartet uns dann auch in Schäßburg: Wir betreten das Städtchen durch das Burgtor und schlendern über Kopfsteinpflaster durch die Gassen, einmal um die Burg herum, eine ewig steile und lange Treppe durch einen Holzgang den Berg hinauf zur Kirche und wieder runter über den deutschen Friedhof.
Schäßburg wurde im 12. Jahrhundert von deutschen Siedlern gegründet und lag damals an einer wichtigen Handelsstraße. Entsprechend gibt es hier wieder schöne alte bunte Häuser und wir genießen den kleinen Ausflug nach Schäßburg, sind aber froh, nicht mehr als diesen einen Tag eingeplant zu haben - Schäßburg ist nett, aber unspaktakulär.

Auf dem Marktplatz der Oberstadt machen wir eine kleine Pause, trinken ein Bier und eine Limonade, gucken Leute und genießen die Atmosphäre und zurück in der Unterstadt folgen wir der Empfehlung von Freunden und bestellen uns etwas zu essen in der "Alten Post". Ich bin heute experimentierfreudig und will mal den Schweinebraten nach Art des Hauses probieren, was auch immer mich da erwartet... Schluck... Serviert werden mir zwei Scheiben durchknorpeltes Fett mit ein paar wenigen Fleischresten mittendrin, die ich mühsam frei lege, um dann festzustellen, dass sie schmecken, als wären sie schon zwei Wochen alt... Schüttel!... Da ich ziemlichen Hunger habe, würge ich mir mit viel Überwindung ein paar Fleischstückchen mit viel Kartoffelpüree rein, gebe nach dem ersten Fleischlappen aber auf, weil ich mir überlege dass es sicher kein Spaß ist, mit einer Lebensmittelvergiftung in Rumänien im Krankenhaus zu liegen!

Übrigens
Die meisten Leute besuchen Schäßburg, weil hier das Geburtshaus eines sehr berühmten Mannes steht:
Im 14. Jahrhundert soll hier nämlich der überaus grausame Vlad III Draculae, das historische Vorbild für Graf Dracula, geboren worden sein und auf dem Burgplatz kann man eine lebensgroße Büste von ihm bestaunen!
Sieht eigentlich ganz normal aus der Kerl und besonders lange Eckzähne hat er schon mal gar nicht... Sein allerliebstes Hobby war es aber wohl, massenhaft Leute zu pfählen und er soll Gesetzesbrecher und Feinde gezwungen haben, ihre Familienmitglieder zu essen... Also auch wenn er kein Vampir war, geistig ganz gesund war der Mann dann wohl auf jeden Fall nicht... grusel grusel

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