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Palenque, Yaxchilán & Bonampak - Chiapas' Pyramiden & Tempel

Palenque

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Wenn Ihr schöne alte Tempelanlagen mögt, müsst Ihr unbedingt einen Tagesausflug zu meinen Lieblings-Tempeln nach Palenque einplanen, das im südlichsten Bundesstaat Mexicos in "Chiapas" liegt. Palenque hat mich bezaubert, weil es völlig verborgen im Dschungel liegt und dadurch eine ganz besondere Athmosphäre hat... Wir parken unser Auto brav auf dem Besucherparkplatz, laufen nichtsahnend ein bisschen durch den Urwald voller knorziger alter Bäume und kleiner Wasserläufe, vorbei an ein paar Bäumen, die mitten auf einer Treppen ihre Wurzeln geschlagen haben und stehen plötzlich mitten in einer überwältigenden Welt aus Grün und alten Steinen, die sich hoheitsvoll zu großen Pyramiden türmen...Die Fotos unten sind übrigens nicht mit einer Drone gemacht, sondern von den hohen Ruinen der Tempelanlage!

Ein Computerspiel-Designer könnte die Kulisse nicht besser animieren!... Palenque ist einfach... schön!... spannend!... majestätisch!... In einer grünen Oase mitten im Dschungel gruppieren sich hier herrliche Gebäude mit fantastisch steilen Himmelstreppen um ein eine riesige Pyramide in der Mitte des großen grünen Geländes. Wir klettern überall nach Herzenslust herum und setzen uns schließlich auf der oberen Ebene der großen Pyramide auf eine Mauer, lassen die Beine baumeln und genießen einfach nur den Blick über die friedvolle Stimmung dieses unglaublichen Ortes... Lasst Euch verzaubern!...

Und nächste Woche nehme ich Euch mit nach San Christobal & zum Agua Azul - Chiapas' bekanntester indigener Stadt und rauschende Wasserfälle!

Yaxchilán

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Und weiter geht es in Richtung Süden und noch tiefer in den Dschungel von Chiapas! Hier warten echte Abenteuer auf Euch! Die beiden Tempel, die ich Euch heute noch zeige, liegen tatsächlich hauchdünn an der Grenze nach Guatemala - weiter geht es nicht!

 

Zuerst mal nehme ich Euch mit zu einem echten Geheimtipp:

Die Tempelanlage von Yaxchilán liegt so weit abseits von allen touristischen Wegen und ist so schwer zu erreichen, dass sich hierher nur selten Jemand verirrt... Wir haben eine Kleingruppen-Tour gebucht und sind wegen der Nebensaison zufällig die einzigen Teilnehmer - perfekt!

Auf dem Weg nach Yaxchilán werden wir vom Rufen der Brüllaffen aus den Bäumen ringsherum begleitet und am Besucherparkplatz von Yaxchilán angekommen, steigen wir erst mal in Boote um, denn einen anderen Weg zum Tempel gibt es nicht!  Bis in die neunziger Jahre gab es auch diese Straße zu dem Fluß nicht und Yaxchilán lag in einem Umkreis von hunderten Kilometern mitten im Nichts... Der Fluß, auf dem wir eine gute halbe Stunde unterwegs sind, war über Jahrhunderte eine der wichtigsten Verkehrsadern in dieser Gegend und ist heute der Grenzfluß zu Guatemala - unser Bootsführer macht sich einen Spaß daraus, kurz am anderen Ufer anzuhalten und uns aussteigen zu lassen, sodass wir auch einen Fuß auf Gutaemala gesetzt haben! Und weiter geht es zur Tempelanlage...

Yaxchilán ist eine der größten Tempelanlagen, die ich in Mexico bisher gesehen habe! Vom Bootsanleger geht es einen steilen Treppenweg hoch und dann kommen Ruinen über Ruinen, bei deren Erkundung ich mich fühle wie Indiana Jones, der eine verlorene Maja-Stadt mitten im Dschungel entdeckt hat und natürlich kann ich gar nicht mehr aufhören, zu fotografieren! Ich klettere Stufen rauf und runter, laufe kleine fast zugewachsene Wege, steige über überwucherte Ruinen, umrunde noch ein Gebäude und laufe durch eine ganze Stadt voller Wunder, immer umgeben vom dichten Dschungel mit seinen exotischen Geräuschen, der nur ein kleines bisschen gestutzt wurde - grade so viel, dass die Gebäude nicht zuwachsen...Und das Beste kommt erst noch: Irgendwann stehe ich vor einer riesigen verzierten... Wand???

Der Tempel, auf dem diese Wand steht, ist überzogen mit Relieffs, liegt in vierzig Metern Höhe auf einem steilen Hang und unter mir erstreckt sich ein riesiger Platz... Ich steige die steilen Treppen hinunter, drehe mich um und blicke zurück nach oben... WOW! Wenn die herrschenden Maja eine Versammlung aller ihrer Untertanen einberiefen, kamen diese von nah und fern teilweise aus weit entfernten Gegenden über den nahen Fluß, legten an der breiten Anlegestelle an und versammelten sich hier auf diesem riesigen grünen Platz zu Hunderten, spielten Pejote, das hiesige Ballspiel, schlenderten zwischen den vielen Gebäuden umher... Und schauten dann genau wie ich jetzt zu ihrem Herrscher und Gott auf, der da oben am Tempel stand...

 

In meinem Kopf läuft ein ganzer Abenteuerfilm ab... Und ich glaube, den verlorenen Schatz von Indiana Jones habe ich grade gefunden!

Bonampak

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Wenn Ihr schon mal hier seid, solltet Ihr auf jeden Fall auch einen Abstecher zu der kleinen Tempelanlage Bonampak machen. Die schöne kleine Anlage hat nur einen einzigen Tempel, aber die Wandmalereinen und Reliefs sind super gut erhalten und echt sehenswert!

Was uns hier übrigens am Meisten beeindruckt hat, sind die zum Teil riesigen Reliefs, auf denen dargestellt wird, wie die Herrscher "Blutopfer" darbringen... und zwar nicht, indem sie andere Menschen opfern, sondern indem sie sich ein Fingerglied abschneiden oder in den Penis stechen! Aua!!! Mit diesem königlichen Opfer sollten die Götter wohlwollend gestimmt werden, sodass es reiche Ernten und Gesundheit für das Volk gab. Nette Herrscher!

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