Thessaloniki Reiseführer

 

Thessaloniki ist eine Stadt der Gegensätze: Über Jahrhunderte haben hier Römer, Osmanen, Griechen, Christen, Muslime und Juden friedlich miteinander gelebt und als Herren der Stadt der Nachwelt ihre Kultur und ihre Bauwerke hinterlassen. Außerdem war Thessaloniki das wichtigste Handels- und Kulturzentrum von Wien bis Konstantinopel, in dem sich reiche Kaufleute gerne mit teuren Stadtvillen schmückten, die der Stadt ihr unvergleichliches Flair schenkten. Und dann kam die Katastrophe: Anfang des 19. Jahrhundert brach ein schreckliches Feuer aus, das den Großteil des Stadtzentrums mit all seiner Pracht dem Boden gleich machte...

Anstelle der wunderschönen alten Stadthäuser entstanden hässliche Wohnblöcke, die möglichst vielen Menschen eine Bleibe bieten sollten...

Aber wie das bei Feuer so ist, wurden nicht alle Gebäude zerstört und vor allem die alten Kirchen und Tempel, die Goldbörse und der Stoffmarkt und die Lagerhäuser der Redereien blieben erhaltenund wie durch ein Wunder stehen auch noch einige der schönen alten Herrenhäuser.

Und genau diese Gegensätze prägen heute das Bild von Thessaloniki:

Auf den ersten Blick eine verbaute, laute Stadt gibt es überall schöne Dinge zu entdecken. Lasst Euch überraschen, meidet so gut es geht die beiden Hauptstraßen, die quer durch die Stadt führen und geht mit offenen Augen durch die Stadt... Dann werdet Ihr alle paar Meter überrascht von wunderschönen alten Gebäuden, Kirchen, die plötzlich mitten in einem Hinterhof trohnen, römischen Ausgrabungen mitten in der Fußgängerzone, wunderbaren kleinen Gassen mit netten kleinen Geschäften und unerwarteten Ausblicken. Und mit ein bisschen Fantasie könnt Ihr Euch vorstellen, wie hier vor 100 Jahren das Leben pulsiert hat...