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Rundreise Rumänien TOP 10 Highlights - Transsilvanien / Siebenbürgen

Du warst noch nie in Rumänien? Dann wird es höchste Zeit fürs Kofferpacken! Rumänien ist ursprünglich... einladend... faszinierend... überraschend... und unbedingt eine Reise wert!

Komm mit auf meine kleine Rundreise und entdecke die wichtigsten Highlights im Westen von Rumänien, in Transilvanien und Siebenbürgen...

 

Und noch ein Hinweis:

Nachdem ich jetzt alle Städte und Städtchen im Westen Rumäniens gesehen habe, würde ich Euch empfehlen, in Temesoar zu starten und die Tour genau andersherum zu machen, als wir sie gemacht haben! Dann steigert Ihr Euch nämlich von sehr großer Großstadt (Temesoar) über Studentenstadt (Cluj) über nettes Mini-Städtchen (Sighisoara) bis Ihr zum Schluß in der netten Kleinstadt Sibiu seid, wo Ihr in Ruhe noch schön genießen könnt...

Rumänien - Land & Leute

Meine Reise durch Rumänien war absolut wunderbar und Rumänien ist zur Zeit mein großer Favorit! Nach etwas über einer Woche, in der wir extrem viel gesehen haben, sind wir hin und weg von diesem tollen Land! Alle Bilder, die wir über die extreme Armut in Rumänien im Kopf hatten, haben wir ersetzt durch wunderschöne Eindrücke über ein Land mit einem beeindruckenden kulturellen Erbe, wunderschöner oft unberührter Natur und sehr freundlichen offenen Menschen.

 

Es liegt nicht ein Fitzelchen Müll auf der Straße, die Menschen sehen zufrieden und entspannt aus, Eltern gehen in der Innenstadt spazieren und die Kinder flitzen mit ihren winzigen Fahrrädern hinterher - ich fühle mich pudelwohl und die Rumänen offensichtlich auch; zumindest in dieser Gegend gibt es kaum Arbeitslosigkeit und die Hauptstadt Temesoar hat sogar Vollbeschäftigung.

Der Verkehr in den Städten ist zwar zum Teil echt viiiel und es gibt bis zu sechsspurige Straßen, aber da es fast überall große sehr gut funktionierende Kreisverkehre gibt, klappt das alles völlig reibungslos und Zebrastreifen werden hier sehr sehr ernst genommen: Alle Autofahrer halten SOFORT an, wenn ein Fußgänger rüber will!

 

Die Städte sind unglaublich schön; hier werden alte Häuser nicht eingestampft und müssen klotzigen Neubauten Platz machen wie bei uns, sondern sie werden liebevollst kern-saniert. Manchmal wird die Fassade mit saniert, manchmal nicht und dann erleben wir traumhafte Überraschunegen, wenn wir ein Appartment für 40 € / Nacht gemietet haben, voller Schreck vor einem abbruchreifen Haus stehen und sich hinter der Eingangstüre eine alte Marmortreppe mit herrlich ausgetretenen Stufen befindet, die uns in ein Luxusappartment führt, wie wir es bisher noch nicht erlebt haben!

 

Was mich hier besonders begeistert sind die Innenstädte: In den schönen verkehrsberuhigten Fußgängerzonen gibt es kaum Geschäfte - Konsumartikel stehen hier offensichtlich nicht im Vordergrund von gutem Leben - stattdessen weit und breit so weit das Auge reicht einladende Cafes und Restaurants, die alle alle alle wunderbar gemütlich und sehr stilvoll eingerichtet sind, außerdem hören wir in Temesoar an jeder Ecke Straßenmusiker und erleben in Cluj sogar ein öffentliches Konzert des rumänischen Staatsorchesters auf dem Marktplatz - die Rumänen wissen einfach zu leben!

Unterwegs

Nach einer Nacht in Bulgarien überqueren wir die Grenze nach Rumänien ganz im Südwesten des Landes. Wir fahren lange lange über eine Landstraße durch wahnsinnig grüne Natur und Sonnenblumenfelder so weit das Auge reicht... Irre! Nach ein paar Stunden führt der Weg entlang der Donau vorbei am Städtchen Orsova und ich nehme mir vor, hier unbedingt mal zu übernachten, wenn es uns noch mal in diese Ecke verschlägt... Lieblich ist das beste Wort, das mir dazu einfällt...
Leider ist es schon später Nachmittag und wir haben noch mindestens drei Stunden vor uns, also halten wir nicht an, sondern es geht weiter Richtung Sibiu über Land... Mitten durch die Walachei! Jaaaaa! Die gibt es tatsächlich und zwar genau hier! Und um die Ecke sind übrigens die Karpaten!...

Die Walachei hat jedenfalls so gar nichts mit dem Bild zu tun, das ich bei diesem Namen im Kopf habe...Stattdessen rechts und links von Hand aufgeschichtete Heuhaufen, die nicht wie bei uns in Ballen gepresst sind, sondern auf Gestellen zum Trocknen in der Sonne stehen und in jedem Dorf private Straßenstände mit Honig, Marmelade und Früchten und ein Storchennest auf einem der hölzernen Strommasten... Bullerbü!

Am nächsten Tag sind wir immer noch in Bullerbü-Land unterwegs: Grüne sanft geschwungene Wiesen voller Kornblumen (die ich bei uns schon seit 40 Jahren nicht mehr gesehen habe), idyllische Dörfer und Menschen, die gemütlich mit dem Pferdewagen durchs Dorf fahren...

Die Kirchburgen wie auf dem letzten Foto findet man hier in der Gegend übrigens sehr häufig! Wer sich für diese außergewöhnlichen Mini-Burgen interessiert, findet hier Infos > Kirchburgen

Ein Wort zu Corona

Wir sind auf dem Weg von Griechenland nach Deutschland und haben die Route über Bulgarien, Rumänien, Ungarn und Österreich gewählt, die zwar etwas länger ist, als andere Wege, dafür aber nur durch EU-Länder führt. Eine Nacht sind wir in >Bulgarien und in Rumänien bleiben wir eine ganze Woche, damit die Fahrt nicht so anstrengend wird und weil wir von Rumänien viel Gutes gehört haben und neugierig auf das Land sind. Um den Corona-Gebieten auszuweichen, bleiben wir ganz im Westen von Rumänien - bei unserem nächsten Tripp - und den gibt es ganz sicher - werden wir dann auch noch in die anderen Gegenden reisen.

 

Natürlich war Corona ein wichtiger Faktor bei unserer Reiseplanung. Das fing schon damit an, dass wir uns gegen das Fliegen und für die lange Autofahrt entschieden haben, da man ja beim Fliegen stundenlang mit anderen Reisenden auf engsten Raum gepfercht ist und schon im zweiten Flieger aus Deutschland nach der Wieder-Öffnung des Flughafens in Thessaloniki 4 Corona-Kranke saßen... Eigentlich hatten wir geplant, uns für die Strecke 3 Wochen Zeit zu nehmen und aus der Fahrt unseren Sommerurlaub zu machen, aber das haben wir auf etwas über eine Woche verkürzt, sodass wir ein bisschen was zu sehen bekommen und die Fahrt von 2500 km nicht ganz so anstrengend wird. Und wir haben uns die Strecke über Bulgarien und Rumänien, die länger ist als alle anderen Wege nach Deutschland, unter anderem deshalb ausgesucht, weil diese Länder bisher niedrige Corona-Zahlen verzeichnen. Außerdem haben wir uns die Corona-Warnungen gut angeguckt und haben deshalb z.B. Bukarest und Basov und Umgebung, die eine der attraktivsten Städte hier sind, die wir sehr gerne besucht hätten, bewußt ausgelassen. Als Unterkünfte haben wir diesmal keine Hotels sondern ausschließlich Apartements gewählt und versorgen uns so zum Frühstücken selbst. Und ich habe uns ja etliche Masken genäht, die wir permanent um den Hals hängen haben und wenn nötig natürlich auch aufsetzen: In den Geschäften und auch in den Fußgängerzönen, wenn mir zu viele Leute zu nahe kommen...

 

Als wir letzte Woche von Griechenland aus los gefahren sind, habe ich mich sehr gewundert und auch geärgert, dass Niemand Niemand Masken trägt und auch keinerlei Abstände einhält, außer den Kellnern und die tragen sie fast immer unter der Nase oder an einem Ohr hängend.

In Bulgarien haben wir dann auf der Strße ein paar mehr Maskenträger gesehen, allerdings trugen hier die Kellner keine Masken.

In Rumänien sehen wir jetzt sehr selten Maskenträger auf dee Straße, aber in den Restaurants und Geschäften tragen die Kellner, Verkäufer UNS Gäste alle Masken. Und in 2 von 3 Restaurants wird Dein Name und Deine handy-Nummer aufgeschrieben...

 

Beim Spaziergang gestern abend durch die wunderschöne Fußgängerzöne von Cluj sind wir durch die engeren Gassen gar nicht erst durch gegangen; ich habe meine schönen Fotos am Anfang bzw Ende der Gasse gemacht und wir haben uns ruhigere Wege außen rum gesucht! 

Mal sehen, wie es heute wird...

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